CPT® Kaltplasma in der Herzchirurgie – klinische Erfahrungen aus dem CPT® Anwender-Webinar

Wie lässt sich CPT® Kaltplasma in bestehende herzchirurgische Workflows integrieren, um komplexe, sekundär heilende Wunden gezielt zu unterstützen? Im Webinar „Großflächige CPT® Kaltplasmatherapie bei herzchirurgischen Indikationen – Therapieoptimierung bei herzchirurgischen Wundheilungsstörungen“ standen klinische Erfahrungen aus dem Versorgungsalltag im Mittelpunkt. Diskutiert wurde CPT® nicht als Ersatz, sondern als ergänzende Therapie innerhalb etablierter Behandlungskonzepte wie Débridement, Spülung/Jet-Lavage, V.A.C.-Therapie und leitliniengerechter antiinfektiver Behandlung.

Vorgestellt wurden Erfahrungen zur Anwendung von CPT® bei unterschiedlichen Indikationen, darunter:

  • Sekundär heilende sternale sowie prä- und substernale Wunden
  • LVAD-Driveline-Infektionen
  • Schwere Mediastinitiden, auch bei Problemkeimen
  • Tiefe Leisteninfektionen, z. B. nach ECMO
  • Schrittmachertaschen-Infektionen
  • Dekubitalulzera und ausgewählte virale Wundbefunde

Beobachtungen aus dem klinischen Alltag

Im Webinar wurden folgende Effekte und Aspekte aus der Praxis beschrieben:

  • Antimikrobielle Wirkung mit klinisch beobachteter Keimlastreduktion
  • Förderung von Wundvitalität und Granulation, teils unmittelbar nach der Applikation sichtbar
  • Schmerzarme bis schmerzfreie Anwendung, geeignet für Station und Ambulanz
  • Prozessuale Vorteile, da CPT®-Anwendungen und Verbandwechsel häufig außerhalb des OPs durchgeführt werden können

Als relevanter Sicherheitsaspekt wurde berichtet, dass im klinischen Einsatz kein negativer Einfluss auf VAD-Systeme oder andere Implantate beobachtet wurde.

Praktische Hinweise für die Anwendung

Die Referenten betonten mehrere anwendungsnahe Punkte:

  • CPT® sollte frühzeitig und strukturiert in das Behandlungskonzept eingebunden werden
  • Der Einsatz erfolgt additiv zu chirurgischer Sanierung und antiinfektiver Therapie
  • Bei schweren Befunden kann eine initial engmaschigere Anwendung sinnvoll sein
  • Auch große oder anatomisch schwierige Wunden können unter geeigneter Abdeckung behandelt werden
  • Bei tiefen Wunden kann Plasma wirken, sofern eine Verbindung zur Umgebungsluft besteht

Referenten

  • Prof. Dr. med. Markus Barten
    Chirurgischer Leiter Herzinsuffizienz- und Transplantationsambulanz, Universitäres Herz- und Gefäßzentrum UKE Hamburg
  • Volker Lauenroth
    Leiter VAD-Koordination, Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen
  • Dr. med. Maximilian Vondran
    Oberarzt Herzchirurgie, Universitätsklinikum Giessen und Marburg

Webinar-Aufzeichnung: Die Aufzeichnung finden Sie hier: