Mehr Lebensqualität – wenn Wunden nicht von allein heilen.
Inhaltsverzeichnis:
1. Was ist Kaltplasma?
2. Für wen ist die Therapie mit CPT® Kaltplasma geeignet?
3. Wie läuft die CPT® Kaltplasmatherapie ab?
4. Was sind die Vorteile gegenüber anderen Behandlungen?
5. Wie ist der Stand der Wissenschaft und die Studienlage?
6. Wie sind die Erfahrungen von Patienten?
7. Wo und wie kann ich mich mit CPT® Kaltplasma behandeln lassen?
8. Ist die CPT® Kaltplasmatherapie erstattungsfähig?
9. FAQ für Patienten
Was ist Kaltplasma?
Kaltplasma zählt heute zu den modernsten und vielversprechendsten Methoden zur Behandlung von Wundheilungsstörungen. Es wird bereits erfolgreich in Kliniken und Wundzentren eingesetzt, um schwer heilende oder chronische Wunden bei der Heilung zu unterstützen und Infektionen in der Wunde zu reduzieren. Plasma ist ein leicht lilafarben leuchtender Gaszustand, der aus Umgebungsluft erzeugt wird. Seine antibakterielle, entzündungshemmende und heilungsfördernde Wirkung ist in zahlreichen Studien belegt.
Der Begriff Kaltplasma wird verwendet, weil dieses Plasma ungefähr Körpertemperatur erreicht und damit angenehm und sicher auf der Haut angewendet werden kann. Damit unterscheidet es sich deutlich vom heißen, thermischen Plasma, das zum Beispiel auf der Sonne vorkommt.
Wie genau Katlplasma entsteht warum man Plasma den 4. Aggregatzustand nennt und mit welchen Wirkweisen es die Wundheilung revolutionieren kann, finden Sie hier:
Für wen ist die Therapie mit CPT® Kaltplasma geeignet?
- Diabetisches Fußsyndrom
- Ulcus Cruris (venös & arteriell)
- Wunden durch Durchblutungsstörungen
- Postoperative Wundheilungsstörungen
- Verbrennungswunden
- Infizierte oder kontaminierte Wunden
- Schwer heilende Wunden, die mit Unterdrucktherapie behandelt werden und als Vorbereitung für Gewebetransplantationen
Viele dieser Wunden sind für Betroffene belastend, schmerzhaft und verschlechtern die Lebensqualität. Die großflächige Therapie mit CPT® Kaltplasma kann helfen, die natürliche Regeneration der Wunde nachhaltig zu unterstützen.
Chronische Wunden
Ob diabetisches Fußsyndrom, Ulcus cruris oder Dekubitus. Kaltplasma fördert die Bildung von gesundem Gewebe.
Brandwunden
Ob thermische, chemische oder elektrische Verbrennungen. Kaltes Plasma bekämpft Keime und fördert die Wundheilung.
Komplexe Wunden
Ob infizierte Wunden oder postoperative Wundheilungsstörungen. Kaltplasma hat eine antimikrobielle Wirkung.
Wie läuft die CPT® Kaltplasmatherapie ab?
- Das CPT® System besteht aus zwei Komponenten: Dem CPT®cube (Aktivierungsgerät) und dem CPT®patch (aktive Wundauflage). Mehr zu unserem CPT® System finden Sie hier: Produktseite →
- Alle CPT®Plasma.Kompetenz.Zentren sind auditiert, erfahren und geschult, um eine bestmögliche Patientenversorgung sicherzustellen.
Wie läuft eine typische Therapie mit CPT® Kaltplasma für mich als Patientin oder Patient ab?
1. Vorbereitung
2. Platzierung des CPT®patch:
3. Start der Anwendung:
4. Nachsorge:
5. Behandlungsserie:
6. Regenerations- prozesse der Wunde:
Was sind die Vorteile gegenüber anderen Behandlungen?
Viele herkömmliche Wundversorgungsprodukte – über 9.000 allein in Deutschland – versorgen vor allem die Symptome, ohne die Ursache der Wunde zu adressieren. Unser Ziel ist ein echter Wandel in der Wundbehandlung: eine ursächliche Therapie, die Infektionen wirksam bekämpft, die Regeneration des Gewebes anregt und eine dauerhafte Verschließung von Wunden ermöglichen kann. Im Vergleich zu manch anderen Herstellern wird das CPT® Kaltplasma direkt in Wundnähe erzeugt – ausschließlich aus Umgebungsluft und ohne zusätzliche Gase. Während viele andere Systeme nur punktuell wirken und bei größeren oder tief liegenden Wunden schnell an ihre Grenzen stoßen können, ermöglicht das CPT® System vollautomatische, großflächige Anwendungen mit kurzen Behandlungszeiten und kann vom medizinischen Fachpersonal sicher durchgeführt werden.
Die Vorteile auf einen Blick:
Schnelle Anwendung
nur 2 Minuten pro Behandlung
Standardisiert und reproduzierbar
Keine manuelle Geräteführung
Kein zusätzliches Gas erforderlich
CPT® Kaltplasma nutzt Umgebungsluft
Großflächig einsetzbar
(auch bei Wundarealen > 100 cm2 oder ganzen Körperteilen)
Flexibel anwendbar
kombinierbar mit einem sterilen Beutel bei schwer zugänglichen Wunden
Einfach integrierbar in bestehende Workflows
z.B. auch intraoperativer Einsatz möglich
Vielseitig kombinierbar
z. B. mit Unterdruck-Therapie, Hautersatzprodukten oder Gewebetransplantate
Evidenzbasiert und klinisch bestätigt
z. B. durch die POWER-Studie
Wie ist der Stand der Wissenschaft und die Studienlage?
Auch führende Fachgesellschaften bestätigen inzwischen diese positiven Ergebnisse.
Die European Wound Management Association (EWMA), eine der renommiertesten europäischen Institutionen für moderne Wundversorgung, hat in ihrem aktuellen Positionspapier eine Vielzahl internationaler Studien, klinischer Daten und wissenschaftlicher Erkenntnisse zum Einsatz von kaltem Plasma ausgewertet.
Sie kommt dabei zu dem Ergebnis, dass kaltes Plasma:
- Keime, einschließlich multiresistenter Erreger auf der Wunde zuverlässig reduzieren kann¹ ,
- die Zellregeneration und Gewebereparatur fördern kann¹ ,
- Infektionen eindämmen und ihre Ausbreitung verhindern kann¹ ,
- sanft in der Anwendung empfunden wird und gut verträglich ist¹ ,
- und dadurch die Heilung schwer heilender Wunden unterstützen kann¹ ,
Hier zeigt sich eine deutliche Überlegenheit der CPT® Kaltplasma Therapie gegen- über der Standard-Wundbehandlung (SWT) bei chronischen Unterschenkelwunden:
- Beschleunigte Wundheilungsrate: Im Vergleich zur SWT-Gruppe erhöht sich der Wundversschlussfaktor in der CPT-Gruppe signifikant auf 214%. Dies weist darauf hin, dass Wunden unter der CPT® Behandlung signifikant schneller heilen.²
- Reduzierter Antibiotikabedarf: Die CPT-Gruppe benötigte nur 4% Antibiotika im Vergleich zu 23% in der SWT-Gruppe.²
- Schmerzlinderung: Patienten in der CPT-Gruppe berichteten von weniger Wundschmerzen und eine Reduzierung des passiven Schmerzes auf 0 (median) wurde verzeichnet.²
- Steigerung der Lebensqualität: Bei Patienten der CPT-Gruppe konnte eine starke und klinisch bedeutsame Verbesserung der Lebensqualität festgestellt werden.²
Für Betroffene mit schwer heilenden Wunden bedeutet das:
Kaltplasma ist eine wissenschaftlich gut untersuchte, moderne Behandlungsmethode mit nachgewiesenem Potenzial, die Wundheilung bei schwer heilenden Wunden zu unterstützen.
Wenn Wunden nicht heilen – und plötzlich doch:
Wo und wie kann ich mich mit CPT® Kaltplasma behandeln lassen?
Die Therapie mit dem CPT®patch wird in unseren
bundesweiten CPT®Plasma.Kompetenz.Zentren durchgeführt.
Die CPT® Plasma.Kompeten.Zentren sind spezialisierte Behandlungszentren mit höchsten hygienischen Standards und ganzheitlichem Ansatz in denen Patienten mit chronischen und schwer heilenden Wunden professionell behandelt werden.
Mehr Informationen zu den CPT®Plasma.Kompetenz.
Zentren und wo Sie behandelt werden können, finden Sie hier: CPT®Plasma.Kompetenz.Zentren
Ist die CPT® Kaltplasmatherapie erstattungsfähig?
Die Therapie ist auf Einzelantrag und nach Genehmigung durch die Krankenkasse erstattungsfähig, kann per Rezept verordnet werden oder einfach als Selbstzahler-Leistung in Anspruch genommen werden.
Die CPT®Plasma.Kompetenz.Zentren können Sie dazu beraten und die Experten vor Ort unterstützen Sie aktiv bei der Beantragung der CPT® Kaltplasmatherapie über Ihre Krankenkasse.
Sprechen Sie dazu Ihre Ärztin oder Ihren Arzt an.
Häufig gestellte Fragen
Die Therapie wird bei chronischen und schwer heilenden Wunden angewendet, z. B. beim diabetischen Fußsyndrom, venösen oder arteriellen Ulzera, Dekubitus, postoperativen Wundheilungsstörungen und Brandwunden. Auch Wunden mit hoher Keimbelastung können profitieren.
Die Behandlung findet in einem zertifizierten Plasma.Kompetenz.Zentrum statt. Der CPT®patch wird auf die gereinigte Wunde gelegt und über den CPT®cube aktiviert. Jede Anwendung dauert etwa zwei Minuten. Die Frequenz wird vom behandelnden Team festgelegt, meist ein- bis zweimal pro Woche.
Nein. Es gibt keine wissenschaftlichen Studien oder Patientenerfahrungen, die über Schmerzen während der Anwendung berichten. Das erzeugte Plasmafeld hat etwa Körpertemperatur und die meisten Patienten empfinden die Behandlung als schmerzarm oder neutral. Die Therapie eignet sich daher auch für empfindliche Wunden.
In der zwanzigjährigen Anwendung von Kaltplasma sind keine Nebenwirkungen gemeldet worden. Weder Beschwerden noch Langzeitschäden sind dokumentiert. Die Behandlung ist hautverträglich.
Viele Patienten berichten über erste Veränderungen innerhalb weniger Wochen. Die Dauer hängt jedoch stark von der Art und Größe der Wunde sowie von Begleiterkrankungen ab. Ziel der Therapie ist eine nachhaltige Heilung — also echter Wundverschluss, nicht nur kurzfristige Stabilisierung.
In vielen Fällen kann die Behandlung ärztlich verordnet und über die Krankenkasse abgerechnet werden. Je nach individueller Situation sind auch Selbstzahlerleistungen möglich. Ihr Behandlungszentrum unterstützt Sie bei der Klärung.
Die Therapie wird ausschließlich in speziell geschulten CPT® Plasma.Kompetenz.Zentren durchgeführt. Auf unserer Website finden Sie eine Übersicht der Zentren in Ihrer Nähe sowie Kontaktmöglichkeiten.
Für die Therapie ist keine besondere Vorbereitung notwendig. Bringen Sie vorhandene Dokumente zu Ihrer Wunde und Ihren Vorerkrankungen mit. Die Teams in den Zentren führen eine ausführliche Erstuntersuchung durch und planen anschließend gemeinsam mit Ihnen den Behandlungsverlauf.
Literaturangabe
1. Apelqvist J, Robson A, Helmke A, et al. Cold Plasma: An Emerging Technology for Clinical Use in Wound
Healing. Journal of Wound Management, EWMA Document 2024; 25(3 Suppl 1): S1–S84.
DOI: https://doi.org/10.35279/jowm2024.25.03.sup01
Online verfügbar bei EWMA.org: https://ewma.org/resources/cold-plasma-an-emerging-technology-for-clinical-use-
in-wound-healing/
2. Abu Rached N, Kley S, Storck M, Meyer T, Stücker M.
Cold Plasma Therapy in Chronic Wounds—A Multicenter, Randomized Controlled Clinical Trial (Plasma on Chronic
Wounds for Epidermal Regeneration Study): Preliminary Results.
Journal of Clinical Medicine, 2023; 12(15): 5121.
DOI: https://doi.org/10.3390/jcm12155121
Online verfügbar bei: https://www.mdpi.com/2077-0383/12/15/5121